Am Osterwochenende kam es zu einer rechten Anschlagsserie in Flensburg: in der Nacht von Sonntag auf Montag gab es Farbanschläge auf den Infoladen Subtilus und Parteibüros, zu dem wurden zwei nicht-gezündete Molotow Cocktails geworfen. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden dann gezündete Molotow-Cocktails auf drei Parteibüros geworfen.
Am Morgen des 6.4.2026 wurden am Infoladen Subtilus schwarz-rot-goldene Sprühereien und rechte Aufkleber entdeckt. In der Norderstraße war die selbe Schmiererei über ein altes Plakat, das gegen den AfD Stand am 24.1.2026 mobilisierte, gesprayt. Zur selben Zeit wurden an den Parteibüros von Die Linke, SSW, Grüne, SPD und CDU die selben Schmierereien entdeckt. Auf die Parteibüros von Linken und Grünen sind zudem mit Benzin gefüllte aber ungezündete Molotow-Cocktails geflogen.
In der Nacht vom 6. auf den 7. April sind dann wiederrum gezündete Molotow-Cocktails auf die Parteibüros der SPD, Grüne und Linke geflogen und verursachten realen Brandschaden. In allen drei Gebäuden befinden sich über den Büros auch Wohnungen.
Der Versuch einer Einordnung:
Die gefundenen Aufkleber am Infoladen Subtilus und am Parteibüro der Linken stammen aus dem Onlineshop »Stickerplant« aus Münster. In diesem Shop werden neben Aufklebern gegen Linke, SPD, Grüne und CDU auch Aufkleber pro AfD verkauft.
Kurz vor dieser Anschlagsserie kündigte zudem die AfD einen erneuten Infostand für das kommende Wochenende in Flensburg an – nach dem der letzte durch massiven Protest im Januar floppte. Auch SPD, Grüne, Linke und SSW demonstrierten im Januar sichtbar gegen den AfD Stand. Zumindest gegen die Linke lief danach eine massive Troll-Kampagne von AfD-Fans im social media, inklusive Gewaltdrohungen.
Die betroffenen Parteien hatten direkt am Montag Anzeige bei der Polizei gestellt – diese hat die Bedrohungslage durch den rechten Terror und die angedrohten Molotow-Cocktails allerdings scheinbar nicht ernst genommen, so das der oder die Täter direkt in der nächsten Nacht der Drohung Konsequenzen folgen lassen konnten. Auch bei schlecht gebauten Molotow-Cocktails haben die Täter bewusst Menschenleben gefährdet, in dem sie diese auf bewohnte Häuser geworfen haben!
Für uns steht fest: Wer gegen Nazis kämpft kann sich auf den Staat nicht verlassen!
Wir lassen uns von dem Rechten Terror nicht einschüchtern und jetzt heißt es, erst recht auf die Straße gegen AfD und co! Wie bereits erwähnt, plant die AfD für den 11.04. erneut einen Infostand in der Flensburger Innenstadt. Auch dieses Mal organisiert ein breites Bündnis Gegenprotest – schließt euch der Kundgebung am Samstag, den 11.04.26 um 10 Uhr beim Willy-Brandt-Platz an und lasst uns gemeinsam zeigen, dass Flensburg antifaschistisch bleibt!
Den Rechten Terror dort stoppen, wo er entsteht – alle gemeinsam gegen Rechtsruck und AfD!