Die AfD verharmlost Tabubrüche, wie sie sonst eher von klassischen Neonazis kommen, und diese werden als Teil der „Meinungsfreiheit“ abgetan. Entgleisungen von Parteimitgliedern gehören zum Kalkül der AfD im Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit. Zugleich aber zielt die AfD durch die Akzeptanz von rechtsextremen Äußerungen ganz offensichtlich auch auf eine Verschiebung der öffentlichen Debatte.

Aus den folgenden Beispielen sind die Zitate willkürlich herausgesucht um zu verdeutlichen wofür die AfD steht.

Rassismus

„Die Evolution hat Afrika und Europa, vereinfacht gesagt, zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert. In Afrika herrscht nämlich die sogenannte R-Strategie vor, die auf eine möglichst hohe Wachstumsrate abzielt. Dort dominiert der sogenannte „Ausbreitungstyp“. Und in Europa verfolgt man überwiegend die K-Strategie, die die Kapazität des Lebensraums optimal ausnutzen möchte.“ (Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag in einem Vortrag über Asylbewerber aus Afrika, 21. November 2015).

Hier wird eine biologische Theorie nahtlos auf den Menschen übertragen. Das ist blanker Rassismus und erinnert an die Rassentheorie des Nationalsozialismus.

„Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen.“ Frauke Petry, AfD-Vorsitzende, auf die Frage, wie ein Grenzpolizist reagieren solle, wenn ein Flüchtling illegal deutschen Boden betrete, Jan. 2016

Antipluralismus

„Die AfD will, dass sich die Familienpolitik des Bundes und der Länder am Bild der Familie aus Vater, Mutter und Kindern orientiert. Wir lehnen alle Versuche ab, den Sinn des Wortes „Familie“ in Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz auf andere Gemeinschaften auszudehnen und der Familie auf diesem Wege den besonderen staatlichen Schutz zu entziehen.“ Wahlprogramm der AfD

Die AfD stellt die Vielfalt der Menschen und Lebensformen als Bedrohung statt als Bereicherung dar. Es wird eine vielfältige politische Meinung abgelehnt und die AfD stellt sich selber als „Hüterin“ einer politischen „Wahrheit“ dar.

Homophobie

In einer Debatte im Bundestag hat die Linken-Abgeordnete Henriette Quade gesagt, dass in Maghreb-Staaten Homosexuellen Gefängnis drohe, wenn sie diese offen auslebten. Dann hat Gehlmann laut gerufen: „Das sollten wir in Deutschland auch machen.“

Die AfD steht für ein christlich-konservatives Familienbild. Homosexualität wird nicht als alternative Lebensform, sondern als Angriff auf die zweigeschlechtliche Ehe angesehen. Wer also nicht nach dem Prinzip der traditionell-konservativen Familie lebt und liebt, soll wieder finanziell und rechtlich benachteiligt werden.

Fazit

Mit Kniffen wie kulturellem statt biologischem Rassismus, durch das Appelieren an Existenzängste, durch das Schüren einer steigenden Skepsis gegen „die da oben“ schafft es die AfD immer wieder, sich zu profilieren.

Sich nicht klar von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Antisemitismus abzugrenzen schafft einen Nährboden für die Menschenverachtende Ideologie der AfD.